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Voll zu spät diese Story. Jetzt, wo ich das hier schreibe, ist nämlich eigentlich schon das nächste Rennen in Levier auch vorbei. Und voll zu langsam war ich hier in Autoreilleauch noch. Autoreille ist unmöglich zu finden. Oder wenigstens extrem schwierig. Auf keiner anderen Anfahrt verfahren sich die Leute so oft. Sollen schon Leute erst in Vesoul bemerkt haben, dass sie falsch sind... Jetzt gibt's wenigstens eine einfache Beschreibung, vielleicht nicht die schnellste oder kürzeste, aber sicher zuverlässig. Meine Voraussetzungen für gute Resultate waren eigentlich perfekt: Die Cracks waren abwesend, weil am Folgetag eine Runde zur Rotax-Challenge anstand. Bei reduziertem Feld sollte ein weiterer Podestplatz möglich sein. Vielleicht gar der erste Sieg??? Leider waren wir tatsächlich nur zu zweit am Start, ein bisschen mager. Also gab's nur Sieg oder Niederlage. TrainingDas erste Training musste ich auslassen, da ich einfach nicht bereit war. Immernoch am aufstellen und vorbereiten. Das zweite Training bin ich dann gefahren, und hab mich schon mal wie ein Rasenmäher durch die Botanik gekämpft. Das ist mir schon eher länger nicht passiert, das ganze Kart voll Gras und Dreck. Mit zu schlechten Reifen zu viel gewollt. Das kommt halt meistens nicht gut. ZeitfahrenOhne allzutief in meine psychischen Untiefen abzugleiten: Vor dem Zeittraining habe ich mich entschieden, mit dem bereits gebrauchten Satz Reifen von Biesheim zu starten. Es ist mir einfach zu "billig" erschienen, mit nur einem Gegner kämpfen zu müssen und so musste ich das ganze ein wenig schwieriger gestalten und ohne neue Reifen starten. Eine allzugrosse Überheblichkeit, wie sich noch herausstellen sollte. Resultat vom Zeittraining hab ich grad vergessen. Aber ich war erheblich hinter Marc, die alten Pneu liessen grüssen. Aber für nen Wechsel war's natürlich jetzt zu spät. 1. VorlaufIn der vierten Kurve nach Start gab's ne Kollision, in der leider (??) Marc hängenblieb, ich mich aber ungestört durchschlängeln konnte. Das gab mir genügend Vorsprung, um bis am Ende des Laufs auf erster Position zu bleiben. Marc hat mächtig Boden gut gemacht, in jeder Runde einige Meter. Ich musste mich immer wieder zusammmenreissen, um mich auf saubere Linie und Keine-Chaos-Aktionen zu konzentrieren. Am Ende hat's dann aber gereicht. Ich hatte gutes Glück, den Lauf überhaupt zu beenden. Meine Kupplung war offenbar schon in Biesheim gebrochen ist. Die Scheibe, die neuerdings in den Rotax-Kupplungen verbaut wird, funktioniert noch nicht perfekt. Mir ist nämlich trotzdem einer der drei Bolzen da drin gebrochen. Über denn Mittag konnte (musste!) ich deshalb meinen Kupplungsabzieher gebrauchen, den ich mal beiläufig gekauft habe und mit dem ganz grossen Schlüssel die Schraube auf der Kurbelwelle lösen. Das tut einem schon im Herz weh, wie der kleine arme Kolben da gegen den Kerzenstopfen gedrückt wird. Aber immerhin steht's so im Rotax-Handbuch drin. Glücklicherweise hatte der Shop an der Piste eine komplette Kupplung zu verkaufen, so dass ich nach einer halben Stunde schon wieder parat war. Sonst hät' ich immernoch meinen Ersatzmotor gehabt, aber eher noch mehr zu schrauben gehabt. 2. VorlaufMan kann nicht sagen, ich sei in der ERSTEN Kurve abgeflogen, es war nämlich sogar noch früher. Ein eher optimistisch gestimmter Fahrer hat sich neben mich gequetscht und dann war da halt einfach zuwenig Piste für zuviel Kart. Und raus ins Kiesbett. Glücklicherweise kam ich ohne anzuhalten wieder auf die Strecke zurück. Aber mein einziger Gegner war natürlich weg. Was kostet so ein Ausritt? Vielleicht 5 Sekunden? Eine Ewigkeit, wo ich doch ehh viel zu langsam war. Da ich im Zeitfahren bereits schlechter klassiert war wie Marc bin ich für die Vorläufe somit Zweiter und damit Letzter geworden :-( FinalEin bisschen rumgemotzt hab ich ja schon beim Verursacher meines Abflugs im 2. Vorlauf. Umso peinlicher war mein voll selbstverschuldeter Ausritt in der zweiten Kurve nach dem Start. Unglaublich! Übermotiviert und viel zu optimistisch steche ich innen am Feld in die Kurve. Reicht natürlich nie und quer durchs Feld falle ich hinten zur Piste raus. Zum Glück habe ich niemanden mitgerissen, das wäre dann ziemlich blöd gewesen. So verlier ich nur wieder Zeit und Marc ist weg. Umso blöder, weil jetzt Marc's Reifen auch nicht mehr viel besser sind wie meine. Das hätte also durchaus eine interessante Auseinandersetzung geben können. Sollte nicht sein. Der Rest war langweilig. Wieder Zweiter und Letzter :-( FazitZu blöd, wenn man vergisst, was man eigentlich weiss und sich selbst immer wieder einredet: "Wer ZUERST ankommen will, muss zuerst ANKOMMEN". Hätte klappen können mit dem ersten Sieg, aber zuviel Euphorie (Abflüge) gepaart mit Knausrigkeit (alte Reifen) kommt nicht gut. Aber wär ja auch langweilig gewesen sonst. :-| Die Prognose für den Meisterschaftsenstand sieht nicht gut aus für mich. Vor Monaten hat sich mal einer hinreissen lassen, mich mit dem Klubmeister in Verbindung zu bringen. Das hab ich eher lustig gefunden als es ernst zu nehmen. Und jetzt? Statt der möglichen 8 Punkte Vorsprung nach Streichrsultaten auf den stärksten Fahrer der Meisterschaft habe ich wegen der zwei "nur" zweiten Plätze nur 2 Punkte Vorsprung. Das wird wohl nicht reichen, um am Ende des Jahres ganzganz oben zu stehen. Aber Wow, so weit in ich schon gekommen! |
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